Augsburg: Heimatstadt und Wirkstätte

  • Augsburg, die schöne alte Fugger- und Bischofsstadt, ist für Gertraud Heimatstadt, ein Zuhause, ein Lebensmittelpunkt. "Heim - Heimat - Liebe ist eigentlich derselbe Begriff oder sollte es sein. Wie anders wäre es um unser Volk bestellt, gäbe es für jede Familie ein solches Nestlein, wo sie sich erneuern, verjüngen, erfrischen kann."

  • In Augsburg wird durch ihre erste Schulbildung Gertrauds religiöse Ansprechbarkeit wach. "In meinem Leben knüpfen sich viele Gedenktage besonderer Gnaden an Herz Jesu Tage... stehe also unter dem besonderen Schutz des göttlichen Herzens."

  • Gertraud ist daheim in der Gemeinschaft der Kirche, in Augsburgs Gotteshäusern und nicht nur in ihrer Dompfarrei. Nach ihrer Erstkommunion reift in ihr eine tiefe eucharistische und missionarische Frömmigkeit. "Was hatte ich heute Morgen wieder eine glückliche Stunde in der Kirche, als ich über das Wort des Heilandes 'Mich dürstet' nachdachte." Sie fühlt Jesu Durst nach Hingabe und erkennt: "Unsere Frömmigkeit muss sozial gefärbt sein."

  • In Augsburg wirkt Gertraud apostolisch im Paramentenverein ihrer Dompfarrei, im Einsatz für den Gottesdienstbesuch, als Helferin bei der Stadtmission, in der marianischen Kongregation von St. Sebastian, in der Cäciliensektion, in vielen konkreten Hilfen für Bedürftige und Notleidende. 

  • In Augsburg lebt sie - für andere verborgen aber in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten - mitten in der Welt eine spirituelle Laienberufung aus dem Geist der evangelischen Räte. Eine geistliche Tagesordnung hilft ihr nach Vollkommenheit zu streben und prägt ihren Alltag, auch ihr Leiden mit Christus in Krankheit.

  • Im Bündnis mit Maria wirkt sie von Augsburg aus als Mitgründerin im Charisma von Pater Josef Kentenich für den Aufbau der Frauenbewegung von Schönstatt.

  • "Serviam - dienen will ich" ist ihr Wahlspruch. "Ein Dienst Gottes und ein Dienst der Menschen war ihr kurzes und wertvolles Leben." Nicht nur im Kriege habe man den reichen Segen ihrer Gottes- und Nächstenliebe erfahren; "nein, auch zu Hause, in ihrer Heimatstadt Augsburg", so schrieb das Katholische Sonntagsblatt der Diözese Augsburg.