22. Juli 2017
„aus dem besten in mir für das beste in dir“

Unter diesem Motto feierte die Schönstattfamilie der Diözese Augsburg am 21. Mai 2017 das 50-jährige Bestehen des Schönstattheiligtums in Memhölz im Allgäu. Von nah und fern kamen viele Menschen zu diesem Fest. Bereits beim Ankommen spürte man die frohe und leichte Stimmung, die sich auch in den verschiedenen Angeboten widerspiegelte. Bei einem Fest an diesem Heiligtum durfte Gertraud von Bullion nicht fehlen, befindet sich doch ihre Grabstätte im nahe gelegenen Kempten. In einer Gebetszeit wurde sie präsent.

„Mit Gertraud von Bullion zu meiner inneren Kraft kommen“

Gertraud hat in ihren vielen Briefen auch über ihre inneren Stimmungen und Gedanken geschrieben. So hat sie uns einen Einblick in ihr geistliches Leben geschenkt und einen reichen Schatz hinterlassen. Verbunden mit kraftvollen farbigen Fotos wurden in dieser Gebetszeit Worte von Gertraud zum Türöffner ins eigene Innere. Jede Beterin und jeder Beter durfte sich eine Karte mit Impulsfragen aussuchen, diese betrachten und in einer Zeit der Stille den Fragen nachgehen, um zu sich zu kommen, um in sich hinein zu hören, um die eigenen Stärken und die persönliche Kraftquelle zu entdecken.

Hier einige Worte Gertrauds

„Könnte ich doch jetzt bei dir sein! Nicht reden wollt ich, nein still neben dir sitzen oder wortlos neben dir gehen, den gleichen Schmerz im Herz wie du.“

„Der liebe Gott läuft nicht mit dem Zentmetermaß herum.“

„Dass unsere Augen mehr das Licht, als das Dunkle im Leben schauen mögen! Das ist eine Kunst, die man früh genug lernen kann. Und wer sie versteht und übt, geht eigentlich leichter durch das Leben.“

Was lösen die Worte Gertrauds in mir aus?

Was bewegt mich?

Dank – Bitte – Kraft – Trauer – Mutlosigkeit – Sehnsucht - …

Bei der Gottesmutter und beim Heiland darf alles sein. Hier muss nichts im Herzen verschlossen bleiben.

Nach der Stille durften diejenigen, die wollten, einen Dank oder eine Bitte laut aussprechen. „Auf dich vertrau ich und fürcht´ mich nicht.“ Es war spürbar, dass sich in der Stille einiges ereignet hatte. Schnell ging die angesetzte Zeit vorbei und wir beendeten die Gebetszeit mit dem Lied: „Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun…“